Aktuelles aus dem Vereinsleben:

 

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Hier finden Sie aktuelle Termine für Vereinsmitglieder und Interessenten der Zeitzeugenarbeit, sowie Termine zu Ausstellungen und öffentlichen Veranstaltungen.

Termine   Ausstellungen   Veranstaltungen    

20.08.2010

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Am 24.07.10 hatten wir unsere offene Ideen- und Rede-Werkstatt in den Räumen der „Offenen Arbeit Erfurt“

Hier gibt es eine kurze Zusammenfassung.

17.07.2010

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Liebe FreiheitlerInnen, Freiheitsfreundinnen und –freunde!

die Mitgliederversammlung ist vorbei, der Vorstand für 2009 entlastet und das Protokoll der Jahreshauptversammlung unterschrieben, sodass wir jetzt den Jahresbericht des Vorstands für das Jahr 2009 veröffentlichen können.

jahresbericht2009.pdf

09.06.2010

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Liebe FreiheitlerInnen, Freiheitsfreundinnen und –freunde!

Nach der Mitgliederversammlung am 29.05.2010 und dem am 17.06.2010 erfolgten Baubeginn in der Andreasstrasse steht uns ein neues Zeitalter bevor. Im Herbst 2011 soll die dort entstehende Gedenkstätte eröffnet werden. Unser Vorstand mischt sich derzeit in die konzeptionelle Gestaltung ein; generell steht auch eine Debatte für die mittelfristigen Vereinsziele auf der Tagesordnung. Auf unserer letzten Mitgliederversammlung herrschte einhellige Zustimmung zu dem Vorschlag, uns dazu in einer offenen, zwangslosen Form zusammenzufinden.

Deshalb möchten wir Sie/Dich herzlich einladen zu unserer Ideenwerkstatt

„Kreative Freiheit im offenen Gespräch“ am Samstag, den 24. Juli 2010, ab 13 Uhr (bis ca. 19 Uhr) in den Räumen der „Offenen Arbeit“ Erfurt, Allerheiligenstraße 9. (durch den Flur über den Hof)

Mitzubringen sind gute Gedanken/Ideen und die Lust zur Mitarbeit. Auch von den Freiheitsfreundinnen und –freunden, die am 24.07.2010 nicht kommen können, würden wir uns sehr über Statements und Informationen freuen, und diese natürlich ins Gespräch einbeziehen.

Zum „kreativen Aufwärmen“ gibt es eine PowerPoint-Präsentation über die 2009er Tournee der Wanderausstellung „Von Liebe und Zorn. Jung Sein in der Diktatur“.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme und Mitwirkung.

Erfurt, den 29.06.2010

Andrea Herz, Joachim Heise, Marina Böttcher, Uwe Kulisch 

09.06.2010

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Öffentliche Mitteilung des Beirates der künftigen Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße

Am 4. Juni 2010 hat die konstituierende Sitzung des Beirates stattgefunden. Daran wirken der Freiheit e.V., die Gesellschaft für Zeitgeschichte e.V. und der Verband der Opfer des Stalinismus (Landesgruppe Thüringen) mit.

Zum ersten Vorsitzenden wurde Joachim Heise ( Freiheit e.V.) einstimmig gewählt, Stellvertreter sind Wolf-Dieter Meyer ( Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. ) und Matthias Sengewald ( Gesellschaft für Zeitgeschichte e.V. ).

Zielstellung des Beirates ist die Unterstützung und Begleitung der künftigen Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße.

Laut einer Vereinbarung des Thüringer Kultusministeriums mit allen drei Vereinen wird der Beirat intensiv über die Gedenkstättenarbeit informiert und wird deren künftige Leitung umfassend beraten und unterstützen.

Besondere Zielstellung ist auch das Einbringen von Zeitzeugenerfahrung in die tägliche politische Bildungsarbeit.

Seine derzeitige Hauptaufgabe sieht der Beirat in der Mitwirkung bei der momentan anstehenden, konzeptionellen und inhaltlichen Ausgestaltung mit der Zielstellung, dass der Öffentlichkeit im Herbst 2011 eine würdige und informative Gedenkstätte seitens der Verantwortlichen übergeben werden kann.

Bei der ersten Sitzung wurde eine Geschäftsordnung festgelegt, die u.a. einen rotierenden Wechsel des Vorsitzes durch die drei Vereine vorsieht.

Wer Kontakt mit dem Beirat aufnehmen möchte, kann sich per e-mail wenden an: beirat(at)gesellschaft-zeitgeschichte.de.

Joachim Heise, Wolf-Dieter Meyer, Matthias Sengewald

9. Juni 2010

09.06.2010

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Während der am 29. Mai 2010 in der Begegnungsstätte „Kleine Synagoge“ stattfindenden Mitgliederversammlung des Freiheit e.V. wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand. Für nachfolgend aufgeführte Funktionen wählten die Mitglieder neue Personen in den Vorstand bzw. bestätigten bisherige Funktionsträger: 

      1. Vorsitzender                   Joachim Heise (bestätigt),

      2. Vorsitzender                   Roland J. Lange (neu gewählt),

      3. Vorsitzender                   Rainer Schneider (bisher Beisitzer),

      Schatzmeisterin                  Dr. Andrea Herz (neu gewählt),

      Schriftführerin                    Heike Schrade (bisher Beisitzerin),

      Beisitzer/in                         Dorit Bause (neu gewählt),

                                               Carsten Heise (neu gewählt),

                                               Jürgen Hoffmann (neu gewählt) und

                                               Detlef Zimmer (bestätigt).

Alle Mitglieder des neuen Vorstands danken für das entgegengebrachte Vertrauen und versichern, die bisherige Arbeit, verbessert durch Hinweise und kritische Anmerkungen der Mitglieder, im Sinne der Vereinsziele fortzuführen.

Erfurt, den 09.06.2010

Joachim Heise, Vorsitzender

22.03.2010

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Am 26. und 31. März unterschrieben Vertreter des Vereins Freiheit e.V., die Interessenvertretung ehemaliger politischer Häftlinge der Andreasstraße, und des TMBWK einen Vertrag auf Mitwirkung des Freiheit e.V. an der Gestaltung und dem Betrieb der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße Erfurt.

Die Kooperationsvereinbarung finden Sie hier im Wortlaut:  Koopvereinbarung-2010-03-10.pdf

 

22.03.2010

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Pressemitteilung

Gemeinsame Erklärung von „Freiheit e.V.“ und der „Gesellschaft für Zeitgeschichte“ zur künftigen Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt

„Freiheit e.V.“ und die „Gesellschaft für Zeitgeschichte“ haben sich heute am 18. 3. 2010 getroffen, um über anstehende Fragen des gemeinsamen Interesses an der Einrichtung einer Bildungs- und Gedenkstätte Andreasstraße Erfurt in der ehemaligen MfS-U-Haft in Erfurt zu beraten.

„Freiheit e.V.“ und die „Gesellschaft für Zeitgeschichte“ stellen fest, dass ungeachtet bestehender Unterschiede und entgegen anderslautender Behauptungen schon seit Beginn des Einsatzes für die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße Erfurt Einigkeit in folgenden Vorstellungen besteht:

1. In der Bildungs- und Gedenkstätte Andreasstraße Erfurt sollen Zeitzeugen unter Wahrung ihrer jeweils individuellen Erfahrungen in der konzeptionellen Erarbeitung, den Ausstellungen, der Bildungsarbeit und im Dialog mit wissenschaftlicher Arbeit beteiligt sein. Zeitzeugen sind Opfer und Akteure der Überwindung der SED-Diktatur ebenso wie die Menschen. die die Folgen der SED-Diktatur im Alltag ertragen mussten; Widerstand und Opposition und Haft müssen sich wiederspiegeln.

2. Der als Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße Erfurt vorgesehene Westflügel soll folgende Gestaltung erhalten:

  • Die zu erheblichen Teilen original erhalten gebliebene Haftetage im 2. OG des Westflügels erfordert deren Erhaltung und eine sensible und zurückhaltende Gestaltung zum Ort des  Gedenkens an die Opfer der Diktatur, ergänzt mit dem Hinweis auf die Nutzung als Lager zur Erhaltung von MfS-Akten. 

  • Im 1. Obergeschoss soll durch eine Dauerausstellung zur Diktatur in der SBZ und der DDR die Aspekte von Haft, der Auseinandersetzung mit der Diktatur, deren Überwindung in der friedlichen Revolution und den Folgerungen für freiheitliche Demokratie und ziviles Engagement informiert und zur weiteren Auseinandersetzung angeregt werden.
    Dabei zwingt die Fülle der Themen zu einer strengen Auswahl in der Dauerausstellung, ohne aber die Breite der Thematik zu vernachlässigen.

  • Zugleich erfordert diese Fülle die laufende Erarbeitung bzw. Einbeziehung von Sonder- und Wanderausstellungen in den anderen Bereichen sowie Möglichkeiten, sich weitere Materialien – im Bildungsbereich - zu erschließen.

3. Für die Bildungsarbeit sind geeignete Räume und Möglichkeiten der Arbeit mit Gruppen, insbesondere auch Jugendgruppen, für Einzelpersonen zur individuellen Recherche und intensiven Befassung, sowie für Veranstaltungen in kleinerem Format zu schaffen.

4. Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Historikern, Museologen und Pädagogen ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit, die auch den Generationswechsel im Blick hat. Die pädagogische Arbeit muss professionellen Ansprüchen genügen, um den unterschiedlichen Zielgruppen gerecht werden zu können und nachhaltig Einsichten und Erkenntnisse vermitteln zu können.

5. Eine Bereitstellung von Arbeits- und Beratungsräumen für die beteiligten Initiativen und Vereine muss so  erfolgen,  dass die unmittelbare Tätigkeit der Bildungs- und Gedenkstätte nicht beeinträchtigt wird.  

6. Ziel der Arbeit in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße Erfurt mit der Ausrichtung auf „Gedenken, Erinnern und Lernen“   und mit Blick auf heute ist es, die freiheitliche Demokratie zu stärken und Zivilcourage zu fördern.

  Barbara Sengewald    Joachim Heise
  Vorsitzende    Vorsitzender
  Gesellschaft für Zeitgeschichte    Freiheit e.V.  
  Tel:        0361 5624522 Tel:       0177 5972723    
  E-Mail:   post@gesellschaft-zeitgeschichte.de E-Mail:  freiheit@andreasstrasse-erfurt.de
  Internet: www.gesellschaft-zeitgeschichte.de Internet: www.andreasstrasse-erfurt.de  
     

30.01.2010

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10. April 2010, 14:00 Uhr, Begegnungsstätte „Kleine Synagoge“, Münzgasse, 99084 Erfurt.

Jahreshauptversammlung.

Einladung    

30.01.2010

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Erklärung zu den Gesprächsergebnissen zwischen TMBWK und Freiheit e.V. vom 01.02.2010

Erklärung    

30.01.2010

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Eine Erklärung zum Kooperationsvertrag mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Trotz der öffentlich abgegebenen Zusagen ist ein Kooperationsvertrag nicht in Sicht ...

Erklärung    

22.01.2010

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Ein aktueller Arbeitsbericht

Staunen Sie mit uns, welche Veranstaltungen wir seit 2005 schon ausgerichtet und wie viele Menschen wir damit erreicht haben.

Arbeitsbericht 2005 bis 2009    

15.01.2010

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Mitteilung des Vorstandes

Mit Beschluss der Vorstandssitzung vom 13.01.2010 ist Frau Hildigund Neubert auf eigenen Wunsch von Ihrer Funktion als Schriftführerin entbunden worden. Frau Neubert wird zukünftig ihrer Berufung in den Stiftungsrat der Stiftung "Gedenken Erinnern Lernen. Thüringer Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" nachkommen.

Bis zur Mitgliederversammlung des Vereins wird Frau Heike Schrade, Beisitzerin im Vorstand, laut Beschluss der Vorstandssitzung vom 13.01.2010 die Schriftführung übergangsweise übernehmen.

Wir danken Frau Neubert für die geleistete Arbeit und ihren unermüdlichen Einsatz im Interesse des Vereins und wünschen ihr für ihre neue Aufgabe alles Gute und viel Erfolg.

Erfurt, den 14.01.2010

Joachim Heise , Vorsitzender

01.01.2010

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Besetzung der Stasihaftanstalt in der Andreasstraße durch Mitglieder des Freiheit e.V.

Trotz intensiver Bemühungen konnte der Verein in den letzten zwei Jahren seinem Ziel, die Trägerschaft für die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße zu erlangen, nicht näher kommen. Momentan sichert die Landesregierung uns nicht einmal eine Mitverantwortung zu.

Die Landesregierung unter Dieter Althaus ließ keine Möglichkeit aus, Freiheit e.V. von der Mitverantwortung fernzuhalten.

Die neue Landesregierung scheint diesen für uns unerfreulichen Weg fortzusetzen. Die obersten Köpfe wurden ausgewechselt, aber die Ministerialbürokratie ist geblieben. Seit August bezog das Kultusministerium die Vertreter des Vereins nicht mehr in das die Gedenk- und Bildungsstätte betreffende Tagesgeschäft ein.

Die Entwicklung deutet darauf hin, dass wir eines Tages um Einlaß in die Andreasstraße bitten müssen und von „kompetenter“ Seite gesagt bekommen, was wir in diesem Haus erlebt haben.

Seit der Nacht zum 1. Januar halten Mitglieder des Freiheit e.V. die Stasihaftanstalt besetzt. Sie fordern die Trägerschaft der Gedenkstätte.

Pressemitteilung vom 07.01.2010  Pressemitteilung vom 13.01.2010   Presseerklärung vom 14.01.2010

Erklärung des Vereinsvorsitzenden vom 19.01.2010   Erklärung des Vereinsvorsitzenden vom 28.01.2010

Die neuesten Ereignisse

 

Video des MDR    Video des ZDF

Wenn Sie uns unterstützen wollen, schreiben Sie bitte Ihre Stellungsnahme an:

Thüringer Staatskanzlei
zu Händen
Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht
Regierungsstraße 73
99084 Erfurt

Medienbeiträge:

MDR  3SAT  3SAT  Spiegel online  FAZ.NET  TA  Welt Online  ntv  sz-online  dnn-online  mz-web  Radio-F.R.E.I.

Solidaritätsbekundungen:

UOKG       Solidarität

17.11.2009

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Ja, auch wir machen Fehler. Und so haben wir unseren Protest im Offenen Brief falsch adressiert. Im Angesicht der Emotionalität und Brisanz des Themas ist das vielleicht sogar verstehbar. Dennoch bedarf es der Richtigstellung und einer Entschuldigung.

Richtigstellung.

17.11.2009

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Am 19.11.2009 wählt der Thüringer Landtag die beiden Vertreter für den Stiftungsrat der Stiftung Gedenken Erinnern Lernen Thüringer Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Es kandidieren Klaus von der Krone (CDU) und Frau Dr. Klaubert (Die Linke).

Frau Dr. Klaubert hat als Geschichtslehrerin und als Dozentin am Institut für Lehrerbildung Altenburg das Geschichtsbild der SED aktiv vertreten und verbreitet. Die Mitglieder des Freiheit e.V. halten Frau Dr. Klaubert für einen Sitz im Stiftungsrat für ungeeignet. Ist doch zu befürchten, dass sie ihr Engagement dort nicht zur Erhellung der Geschichte als vielmehr zur Rechtfertigung oder gar der Verschleierung und Leugnung einsetzt.

Wir fordern Frau Dr. Klaubert in einem Offenen Brief zum Verzicht auf ihre Kandidatur auf.

Offener Brief                Pressestimme zum Protest des Freiheit e.V.              Richtigstellung.

28.09.2009

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Grußwort Joachim Heises zum Ende des Sommerprojekts 2009 und Abschiedswort zum Ende eines Provisoriums

Meine sehr geehrten Damen und Herren, Liebe Vereinsmitglieder, 

ich deutete es in den Dankesworten an unsere Pfarrer an, wir nehmen heute Abschied von einem Provisorium, von der provisorischen Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße. Dieses Provisorium gibt es nun schon seit 2005, also schon fünf Jahre. Es ist uns allen in dieser langen und manchmal mühevollen Zeit sehr ans Herz gewachsen.

Dass dieses Gebäude-Ensemble heute noch an seinem Platz steht, zwar etwas baufällig, ist der Initiative der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken. Neben Hildigund Neubert möchte ich mich im Namen des Freiheit e.V. vor allem bei Frau Dr. Herz und Herrn Dr. Wanitschke für ihr Engagement um die Gedenk- und Bildungsstätte bedanken, aber auch bei den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Behörde. Unser Dank gilt auch dem Leiter der Kunstprojekte im Rahmen der EINSCHLUSS­Sommeröffnungszeiten, Herrn Manfred Mai.

Was wäre ein Haus wie die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße ohne Stifter und Förderer. Hier möchte ich mich im Namen des Vereins bei  

  • der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur,

  • der Bundeszentrale für politische Bildung,

  • dem Thüringer Kultusministerium,

  • der Thüringer Staatskanzlei,

  • dem Thüringer Sozialministerium,

  • der Landeszentrale für politische Bildung,

  • der Stadt Erfurt,

  • dem Arbeitsamt Erfurt,

  • Radio F.R.E.I. und nicht zuletzt bei

  • der Gesellschaft für Zeitgeschichte  

sehr herzlich bedanken.  

Stellvertretend für alle Spender aus Industrie und Wirtschaft gilt unser Dank der  

  • OFB Projektentwicklung GmbH und der

  • Sparkasse Mittelthüringen.  

Danken möchte ich auch unseren Partnern aus anderen Einrichtungen und Vereinen, die wesentlich zum Gelingen unserer Arbeit beigetragen haben, wie

  • der BStU-Außenstelle Erfurt

  • den Gedenk- und Bildungsstätten Hohenschönhausen, Normannenstraße, Moritzplatz Magdeburg und Rostock,

  • den Freunden der Citadelle Petersberg zu Erfurt e.V.  

um nur einige zu nennen.

L. b. n. l. bedanke ich mich auch bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter der Anleitung von Frau Tränkner für die geleistete Arbeit, die nicht immer stressfrei war und häufig zum Improvisieren zwang.  

Ich denke da z.B.:

  • an den letzten Sonntag, als wir in die Bistums-Wallfahrt einbezogen wurden,

  • an Stromausfälle bei Ausstellungen und Veranstaltungen – Lesung mit H. von Quillfeldt, Veranstaltung mit Christian Kunert,

  • aber auch außerhalb der Sommeröffnungszeit gab es diese oder jene Panne, so traten ein Behördenmitarbeiter und ich zu einer Führung an und hatten beide keinen Schlüssel dabei,

  • Erlebnisse ganz besonderer Art hatten wir mit Besuchern, die zögerlich eintraten, sich scheu umsahen, zurückhaltend fragten und dann heraus­sprudelten, dass sie vor Jahren auch einmal in diesem Hause inhaftiert waren.

Trotz der Pannen und Unzulänglichkeiten dieses Hauses kamen jährlich ca. 10.000 Besucher und Interessierte (viele Schulklassen, Auszubildende, Studentengruppen, Teilnehmer an Weiterbildungen – „fester Kundenstamm“)  um mehr über die MfS-U-Haftanstalt in der Erfurter Andreasstraße und die DDR-Willkürjustiz zu erfahren. Diesen Besuchern, besonders aus der jungen Generation, müssen wir alles Authentische dieses Hauses bewahren. Wir müssen die inzwischen fünf­jährige Tradition der Gedenk- und Bildungsstätte fortsetzen und Biografien und DDR-Geschichte als Diktaturgeschichte vermitteln. Dabei dient die Kunst als besondere Brücke. Aber auch Sprache über die Zeiten hinweg verbindet Vergangenes mit der Zukunft, um die Gegenwart erträglich und verständlich zu machen.

Erinnern möchte ich an die morgige Bundestagswahl. Jeder sollte seinen Willen zur Mitgestaltung der Gesellschaft zeigen und sein Votum abgeben. 

Bevor ich schließe, möchte ich noch auf eine Ausstellung in der 1. Etage hinweisen, die die Planungen für die neue Gedenk- und Bildungsstätte detailliert aufzeigt.  

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Wochenende und danke für Ihre Aufmerksamkeit.

 

28.09.2009

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Grußwort Joachim Heises zum ökumenischen Gottesdienst am 26.09.2009

Liebe Gemeinde,

ich glaube, ich spreche im Namen aller Anwesenden, wenn ich mich bei unseren Pfarrern, Herrn Dompfarrer Michael Neudert und Herrn Hochschulpfarrer Dr. Aribert Rothe, und dem "Regler - Posaunen - Dienst" für die würdige Gestaltung des ökumenischen Gottesdienstes bedanke.

        Vielen Dank!

Herr Pfarrer Neudert und Herr Pfarrer Dr. Rothe sind für uns keine Unbe­kann­ten. Sie begleiten uns nun schon seit drei Jahren und wir hoffen und wünschen, dass die jährlichen Gedenk-Gottesdienste zur Tradition werden. 

Der heutige Gottesdienst ist verbunden mit dem Abschied von der provisorischen Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße; wir sehen uns hoffentlich alle gesund wieder, wenn wir im Frühjahr 2011 die neue Gedenk- und Bildungsstätte mit einem Gottesdienst eröffnen wollen.

28.09.2009

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Vereinsausflug nach Nordhausen und Besuch der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora am 04.07.2009  

Im Rahmen des Veranstaltungsplanes für das Jahr 2009 organisierte der Vorstand des Vereins einen Ausflug nach Nordhausen und den Besuch der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.

Die Anreise erfolgte von Erfurt nach Nordhausen mit der Bahn. Ein Charter-Bus beförderte die Teilnehmer vom Bahnhof in die ca. 6 km entfernte KZ-Gedenk-Stätte, wo sich eine ca. 3-stündige Führung unter kompetenter und sachkundiger Begleitung anschloss. Wir erfuhren viel Wissenswertes über die Geschichte des Lagers, über den grauenvollen Alltag der Häftlinge und die Entstehung des Produktionsstandortes für die „Vergeltungswaffen V1 und V2“.

Die Besichtigung des Stollensystems im „Kohnstein“, in dem die V1 und V2 unter unmenschlichen Bedingungen gebaut wurden, führte uns die Brutalität des NS-Regimes vor Augen. Das KZ Mittelbau-Dora ist ein typisches Beispiel für die mörderische KZ-Zwangsarbeit und die Untertageverlagerung von Rüstungsfertigungen in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges.

Im neuen Gedenkstätten-Gebäude stärkten wir uns für den zweiten Teil des Tages bei Kaffee und Kuchen und fuhren anschließend in einem Charter-Bus in das Nordhäuser Stadtzentrum. Hier schloss sich eine Besichtigung der Altstadt an, bevor es in Richtung Bahnhof ging.

Übereinstimmend wurde festgestellt, dass der Ausflug nach Nordhausen in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken angeregt hat und für die eigene Gedenkstättenarbeit wertvolle Anregungen und Hinweise brachte.

Die Kosten für die Bahnfahrt, den Charter-Bus und die Führung durch das KZ übernahm die Vereinskasse.

Nordhausen, den 20.08.2009; Joachim Heise

Mittelbau-Dora

21.09.2009

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Am Sonntag dem 20.09.2009 fand anlässlich der Bistumswallfahrt in Erfurt das Mittagsgebet in der Stasihaftanstalt in der Andreasstraße statt.

Am 20. September 2009 fand in Erfurt auf dem Domplatz die Bistumswallfahrt statt. Zum Mittagsgebet im ehemaligen Freiganghof des Stasi-Gefängnisses beteten Bischof Dr. Joachim Wanke, Weihbischof Dr. Reinhard Hauke und Bischof Paul-Werner Scheele für die Menschen, die hier zum Tode verurteilt wurden, gelitten haben und die an den Folgen der Haft leiden. 250 Besucher wohnten der Andacht bei, etwa 1.000 besichtigten am Tag das Hafthaus.

Hier einige Impressionen davon:

Mittagsgebet      Psalm und Lied

08.09.2009

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Presse-Information

Filmabend in der Andreasstraße

Die stürmischen Ereignisse im Herbst/Winter 1989 in authentischen Bildern festzuhalten, war in den Tagen  der Friedlichen Revolution kein ungefährliches Unterfangen.

Dennoch gibt es eine Reihe von Filmen, die erzählen, wie Menschen den aufrechten Gang lernten.  

Der Freiheit e.V und die Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen laden ein zu einem Filmabend am 11. September 2009  um 19.00 Uhr in die Gedenkstätte Andreasstraße, Flur 1. Etage des ehemaligen Hafthauses.

Im Mittelpunkt des Abends steht ein Film der Schriftstellerin Gabriele Stoetzer. Er zeigt die Gruppe „Frauen für Veränderung“, die am 4. Dezember 1989 maßgeblich an der Besetzung der MfS-Bezirkszentrale und der Haftanstalt beteiligt waren.

Ein zweiter Film schildert in einer Zusammenfassung aus Dokumentaraufnahmen des Erfurter Bistums-Archivs, was sich in Friedensgebeten und bei Demonstrationen in Erfurt ereignet hat.

Zu diesem außergewöhnlichen Abend der Erinnerung sind Sie herzlich eingeladen.

Erfurt, den 8.9.2009

Margot Friedrich                          H. Neubert

13.08.2009

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Pressemitteilung 169/2009 der Thüringer Staatskanzlei

Die Thüringer Staatskanzlei gab am 11.08.2009 eine Pressemitteilung heraus, deren Inhalt für den Freiheit e.V. von sehr großer Bedeutung ist:

Althaus präsentiert Thüringer Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

16.07.2009

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Am 19.06.2009 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung zum Thema Gedenkstätten-Wirrwarr folgenden Artikel. Dieser spielt die Geschichtswissenschaftler gegen die Zeitzeugen und umgekehrt aus und versucht, den Freiheit e.V. als Instrument im Ränkespiel der Parteien in einer Wahlkampfperiode zu denunzieren. Wem nützt das? Wozu trägt das bei?

Die Mitglieder des Freiheit e.V. haben die Abwesenheit demokratischer Regeln in der Gesellschaft in einer sie prägenden Episode ihres Lebens schmerzvoll erfahren.  Deshalb ist ihnen die Demokratie ein Wert an sich, den es zu schützen und bewahren gilt. Sie haben Erfahrungen mit Demagogie und Vereinnahmung gemacht und verweigern sich heute solcher. Die Mitglieder des Freiheit e.V. steuern gern ihre Erfahrungen und ihr Erinnern zur Gestaltung der Demokratie bei. Und sie stellen der wissenschaftlichen Geschichtsschreibung und der musealen, pädagogischen Aufklärung ihr erlebtes Wissen und ihre Authentizität zur Verfügung. Natürlich ist eine authentische Gedenkstätte auch ein sensibler Ort, solange es Menschen gibt, die mit dem konkreten Ort über abstrakte Geschichtsdaten hinaus auch persönliches Leid und Erniedrigung verbindet. Im juristischen Sinn sind Menschen, die in dieser oder jeder anderen Haftanstalt den Freiheitsentzug als Waffe eines Systems gegen sich erlebt haben, Opfer  -  in menschlicher Hinsicht sind sie gestärkte Persönlichkeiten, denn sie haben dieses System überwunden und sich ihr Rückgrat bewahrt. Die Mitglieder des Freiheit e.V. setzen deshalb einiges ihrer Kraft und Freizeit daran, demokratiefördernd in die Gesellschaft zu wirken und vor demokratiedemontierenden Prozessen zu warnen.

Stefan Dumke, Mitglied des Freiheit e.V. 

02.07.2009

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PRESSEINFORMATION

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie herzlich einladen zur feierlichen Spendenübergabe und zum Vortrag. Es wäre schön, wenn Sie Ihre Leser- oder Hörerschaft auf diese Veranstaltung, die Bestandteil des Sommeröffnungsprojektes 2009 ist, aufmerksam machen. 

Die gekaufte Freiheit - Der Freikauf von politischen Häftlingen aus der DDR

Übergabe des Erlöses aus der Festveranstaltung "20 Jahre Friedliche Revolution – 20 Jahre Deutsche Einheit" mit "Erfordia - Die Petersberg­Symphonie" am 10. Juni 2009 im Kaisersaal in Erfurt durch die „Freunde der Citadelle Petersberg zu Erfurt e.V.“

Die Veranstaltung des Vereins Freiheit e.V. und der Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen nebst Gästen der Freunde der Citadelle Petersberg zu Erfurt e.V. findet statt:

am 10. Juli 2009, 19.30 Uhr, im Hof der Stasi-Haft-Anstalt Andreasstraße (Zugang Bechtheimer Straße)

Im Rahmen der Sommeröffnungszeit Andreasstraße 2009 liest Hendrik von Quillfeldt aus seiner an der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt entstandenen Magisterarbeit. Es geht dabei um den Freikauf von Bürgern der früheren DDR durch die damalige Bundesrepublik Deutschland. Er beschreibt dieses "eigenartige Phänomen der deutsch-deutschen Geschichte. Nirgendwo sei Vergleichbares geschehen und ist Folge der Teilung Deutschlands. Es kennzeichnet die außergewöhnlichen, eben nicht normalen, damaligen zweiseitigen Beziehungen."

Zu dieser Veranstaltung übergeben die "Freunde der Citadelle Petersberg zu Erfurt e.V." den Erlös aus der eingangs genannten von Land und Stadt mitgetragenen Festveranstaltung. Dabei führte das Wehrbereichsmusikkorps III der Bundeswehr, Erfurt, "Erfordia - Die Petersberg-Symphonie" zu Gunsten der o. g. Gedenk- und Bildungsstätte in der Andreasstraße kostenlos wieder auf. Diese erzählt musikalisch und mit einführenden Worten ca. zwei Dutzend Episoden aus der Erfurter Geschichte und lässt sie ergänzt durch bewegte Bilder auf einer Großleinwand erlebbar werden.

Projekte            Sommerprogramm 2009    

24.06.2009

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Pressemitteilung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie herzlich einladen zur Ausstellungseröffnung. Es wäre schön, wenn Sie Ihre Leser- oder Hörerschaft auf diese Veranstaltung und die Ausstellung, die Bestandteil des Sommeröffnungsprojektes 2009 ist, aufmerksam machen.

Die Eröffnung findet statt: 27. Juni 2009, 18.00 Uhr, im Hof der Stasi-Haft Andreasstraße (Zugang Bechtheimer Straße)

Bei der Eröffnung werden die Künstler Gernot Ehrsam, Gert Weber, Andreas Brinkel und Harald Lange persönlich zugegen sein.

 

 AUSKÜNFTE

Thüringer Künstler

in der Andreasstraße

Kunst-Ausstellung mit Werken von:

Alfred Traugott Mörstedt, 1925 - 2005†, Erfurt, Malerei / Graphik

Werner Schubert-Deister, 1921 - 1991†, Hachelbich-Friedrichroda, Borsum/Harsum, Malerei / Graphik

Harald Lange, geb. 1944, Freckleben-Erfurt-Buschmühl, Malerei / Graphik

Gert Weber, geb. 1951, Gräfenhain, Malerei / Graphik

Lutz Hellmuth, geb. 1943, Erfurt, Bildhauerei

Gernot Ehrsam, geb. 1967, Kaltennordheim / Erfurt,  Skulpturen / Objekte / Holz

Andreas Brinkel, geb. 1961, Gotha / Remstädt, Installation / Metall

Projekte

16.04.2009

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Am 15. April 2009 veröffentlichte Die Welt folgenden Beitrag:

Voller Erfolg: IM kann bei Namen und Bild genannt werden.

Ex-Stasi-Spitzel muss Identifizierung hinnehmen.

Link zum Beitrag

30.03.2009

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Am 21. März 2009 tagte in der kleinen Synagoge in Erfurt die Jahreshauptversammlung des Vereins

Hier ist der Jahresbericht des Vorsitzenden von 2008 zu finden:

Link zum Jahresbericht  

Und hier sind Fotos des gelungenen Treffens:

Fotos des Treffens

29.03.2009

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Montag, 6. April 2009, 17 Uhr

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“

Martin Buber

 

Am 06.04.2009 fand die Buchübergabe des Buches  „Die jüdischen Bürger aus Arnstadt“ von Klaus Reinhold, in der kleinen  Synagoge Erfurt, statt.

Hier sind einige Fotos der Veranstaltung:  "Alles wirkliche Leben ist Begegnung" am 06.04.2009

22.01.2009

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Kabinett enteignet Opfer, zerschlägt Gedenkstätte Andreasstraße

Presseerklärung 23.1.2009

Freiheit e.V. und Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen

1. Zeitzeugen enteignet – Gedenkstätte zerschlagen

Die Landesregierung hat beschlossen, der Stiftung Ettersberg die Trägerschaft der Gedenkstätte Andreasstraße zu übertragen. Freiheit e.V. und die Landesbeauftragte lehnen dies ab.

Damit wird die bisherige Arbeit der Landesbeauftragten und des Freiheit e.V. missachtet, die Zeitzeugen werden ihrer Gedenkstätte enteignet, die Bildungsarbeit lahm gelegt. Weitere Verzögerungen in der Entstehung der Gedenkstätte sind vorprogrammiert.

Der Vorsitzende des Freiheit e.V., Joachim Heise, zeigt sich entsetzt: „In allen Verhandlungen haben wir uns kompromissbereit gezeigt. Nun sollen wir mit einer untergeordneten Nebenrolle abgespeist werden. Wir sind von der Landesregierung enttäuscht. Jetzt haben wir die Schlüssel zu unserem früheren Gefängnis und wir lassen sie uns nicht wieder wegnehmen. Durch vier Jahre Arbeit haben wir uns Rechte erworben. Wir lassen uns nicht enteignen.“

Die Landesbeauftragte zeigt sich überzeugt, dass die Gedenkstätte nur durch die Legitimation der Zeitzeugen bestehen kann. „Jede zeitgeschichtliche Gedenk- und Bildungsstätte braucht die Kompetenz und die Akzeptanz der Zeitzeugen. Diese hat sich die Stiftung Ettersberg nicht erarbeitet.“

2. Florierende Gedenkstätte seit vier Jahren

Das bisherige Konzept der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße beruht auf der engen Verknüpfung der Zeitzeugen mit professioneller historischer und pädagogischer Arbeit. Über 40.000 Besucher, darunter hunderte Schulklassen, zeigten sich von der Authentizität des Ortes und den Angeboten von Freiheit e.V. und LStU beeindruckt. Auch für das Jahr 2009 liegen bereits zahlreiche Anfragen vor. Über 180 Zeitzeugen haben der Landesbeauftragten persönliche Unterlagen und Berichte anvertraut – eine unentbehrliche Grundlage der Gedenk- und Bildungsarbeit. Eine Wanderausstellung macht die Gedenkstätte im ganzen Land bekannt und gewährleistet die Arbeit auch während der Bauphase.

3. Landespolitik

Das Kabinett hat den Beschluss am 20. Januar gefasst, bis zum Donnerstag ist der Freiheit e.V. davon nicht unterrichtet worden. Es bleibt unklar, warum das Kabinett der Stiftung Ettersberg die Trägerschaft andient, die dafür erst ihre Zweckbestimmung und ihre Strukturen ändern muss Die Stiftung Ettersberg hat erklärt, sie sei zwar prinzipiell bereit, die Trägerschaft der Gedenkstätte zu übernehmen, habe dazu aber weder Geld noch Personal. Die Stiftung Ettersberg leistet entgegen ihrer Aufgabenbestimmung weder eine eigene wissenschaftliche Arbeit, noch hat sie in der sensiblen Frage der Opfer bisher Interesse gezeigt oder Fachwissen erworben. Die Stiftung verfügt über keine Kontakte zu den Thüringer Opfergruppen.

Dagegen wird die funktionierende Arbeit in der Kooperation zwischen Freiheit e.V. und der Landesbeauftragten zerschlagen.

Im August 2005 hatte Ministerpräsident Althaus nach seinem Besuch die Entstehung einer Gedenkstätte Andreasstraße angekündigt. Seitdem ringt die Landesbeauftragte stets in enger Verbindung mit den Zeitzeugen, die sich 2007 im Freiheit e.V. organisierten, um die Etablierung einer institutionalisierten Gedenkstätte. Das Kultusministerium hat wegen mangelnder Mittel bis zum Frühjahr 2008 keinerlei Zugeständnisse gemacht. Dann wurde eine Expertenkommission gebildet, der zwar die Stiftung Ettersberg, nicht aber die bisherigen Gedenkstättenbetreiber Freiheit e.V. und Landesbeauftragte angehörten. Diese wurden lediglich einmal für zwanzig Minuten angehört. Demzufolge empfahl die Kommission die Übertragung an die Stiftung Ettersberg.

Das Kultusministerium hat seitdem keinen Zweifel daran gelassen, dass es gewillt war, dieser Empfehlung zu folgen. Den bisherigen Trägern der Gedenkstättenarbeit wurden Informationen vorenthalten. Vor Gesprächen, zu denen Freiheit e.V. und Landesbeauftragte stets bereit waren, gab es keinerlei Vorlagen. Das Ministerium bot dem Freiheit e.V. Nebenrollen in einem Beirat an und ignorierte die Landesbeauftragte vollständig. Um die Sache Gedenkstätte nicht zu behindern haben sich beide lange auf ein Stillschweigen gegenüber der Presse eingelassen, in dem Irrtum, dass auch die Landesregierung an einer konstruktiven Lösung interessiert sei.

Freiheit e.V. und Landesbeauftragte fordern die Trägerschaft für die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße für die bisherigen Träger dieser Arbeit.

Erfurt, den 22.01.2009

Hildigung Neubert,  0176 26351757

Thüringer Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Joachim Heise,  0177 5972723

Freiheit e.V. Förderverein Gedenkstätte Andreasstraße

 

27.11.2008

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Pressemitteilung

4. Dezember im Zeichen des Gedenkens an Opposition und Widerstand in der DDR

Am 4.12.08  veranstaltet  der  Freiheit e.V. den „Tag der offenen Tür“ mit Führungen in der ehemaligen Stasi-U-Haft Erfurt Andreasstraße von 14 bis 16 Uhr.  (Eingang Bechtheimer Str. 2) Nach zahlreichen Anfragen besteht an diesem Tag die Möglichkeit sich auch über eine Mitgliedschaft im Verein zu informieren.  

Um 17 Uhr werden die Freundinnen und Freunde des Freiheit e.V. der Einladung in die Lorenzkirche folgen, um den  30. Jahrestag der Friedensgebete in Erfurt (immerhin der ersten in der DDR) gemeinsam zu feiern.  

Gegen 18 Uhr dann wird,  wie jedes Jahr, organisiert durch die Gesellschaft für Zeitgeschichte e.V., der ersten friedlichen Besetzung einer Stasi Zentrale im Jahr 1989, insbesondere durch mutige Bürgerinnen, in der Andreasstraße gedacht. 

Der Freiheit e.V. bedankt sich nochmals für das rege Interesse an der Veranstaltung im Rathaus „Freiheit – gestern, heute, morgen“ vom 22.11.08. 

Uwe Kulisch, Matthias Büchner

 

23.11.2008

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Das war es nun, unser 4. Zeitzeugentreffen

Hier sind einige Fotos unseres gelungenen Treffens. Fotos des Treffens

 

10.11.2008

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4. Zeitzeugentreffen

Am 22. November 2008 lädt der Verein „Freiheit e.V.“ zum nunmehr vierten Zeitzeugentreffen ein. In diesem Jahr konnte das Erfurter Rathaus am Fischmarkt als Veranstaltungsort gewonnen werden. In diesem öffentlichen Raum erlangt unser Anliegen, in der ehemaligen Stasi-U-Haft eine Gedenkstätte zu errichten, eine wirksamere Nachdrücklichkeit.

Um 14 Uhr treffen sich die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Raum 244 des Erfurter Rathauses. Die Thüringer Landesbeauftragte wird über den gegenwärtigen Verhandlungsstand zur künftigen Gedenkstätte Andreasstraße informieren. Joachim Heise, 1. Vorstand, berichtet über den Verlauf des diesjährigen Sommerprojektes „Licht und Horizonte“ in der Andreasstraße.

Um 18 Uhr wird der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein die ZeitzeugInnen im Festsaal des Rathauses empfangen. 

Anschließend findet die von Freiheit e.V. initiierte Veranstaltung „Freiheit – gestern, heute, morgen“ statt.

Um 19 Uhr beginnt die Vernissage zur Ausstellung des Malers und Grafikers Harald Lange. Die Laudatio wird Dr. Jutta Lindemann aus Erfurt halten.

Ab 20 Uhr  tritt der Liedermacher und Autor Stephan Krawczyk auf. Der Schriftsteller Jürgen K. Hultenreich wird anschließend eine Lesung aus seinen Publikationen gestalten.

Zu diesem Abend lädt Freiheit e.V. in Zusammenarbeit mit der TLStU alle ZeitzeugInnen, Vereinsmitglieder, FreundInnen und Interessierte ganz herzlich ein. Der Eintritt ist kostenfrei. Über eine Spende für die zukünftige Gedenkstätte würden wir uns natürlich sehr freuen.

Zeitzeugentreffen und Veranstaltung wurden von der Thüringer Staatskanzlei und dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft gefördert.

Kontakt Veranstaltungsorganisation: Uwe Kulisch 0160 8301948

 

 „Freiheit – gestern, heute, morgen“

Stephan Krawczyk ist mittlerweile zur Legende geworden. Der gebürtige Thüringer kann von den erlebten Repressalien in der SED-Diktatur wahrhaftig „ein Lied singen“. Er studierte an der Musikhochschule Weimar und bekam schon 1985 wegen seiner kritischen Texte Berufsverbot. Danach konnte er nur noch in Kirchen auftreten. Nach seiner Verhaftung wurde er 1988 in die BRD abgeschoben. Er lebt und arbeitet in Berlin. Stephan Krawczyk gestaltet Konzerte/Lesungen, arbeitet als Schriftsteller und beteiligt sich an Filmprojekten.

Publikationen u. a.: 1996 „Das irdische Kind“, 2002 „Der Narr“, CDs  „Die Queen ist in der Stadt“ und „Kontrast Programm“

Jürgen K. HultenreichJ ist ebenfalls ein Thüringer, er wurde in Erfurt geboren. Er arbeitete u. a. als Schaufensterdekorateur, Musiker und Bibliothekar. 1985 musste er die damalige DDR verlassen.  Seitdem lebt und arbeitet er als freier Schriftsteller in (West)-Berlin.

Publikationen u. a.: 2001 „Die Schillergruft“ und 2005 „Westausgang“ 64 Stories

Harald Lange, Grafiker/Maler, wurde in Aschersleben geboren und lebte von 1965 bis 1984 in Erfurt. An der Pädagogischen Hochschule Erfurt studierte er Kunsterziehung. Später absolvierte er noch ein externes Studium (Druckgrafik) in Leipzig. Seit 1975 ist er freischaffender Künstler. Er fühlt sich der „Wiener Schule“ und damit dem phantastischen Realismus verbunden. Seit 1984 lebt und arbeitet er in Buschmühl, Landkreis Demmin in Mecklenburg-Vorpommern. Harald Lange präsentierte seine Kunst in zahlreichen Personalausstellungen, ebenso kann er auf häufige Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland verweisen.

 

09.10.2008

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Wiederwahl der Thüringer Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen der ehemaligen DDR

Am 09.10.2008 fand im Thüringer Landtag die Wiederwahl der Thüringer Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen der ehemaligen DDR statt. Hildigung Neubert wurde für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

Obwohl gerade für das Amt des Landesbeauftragten allein Kompetenz und persönliche Integrität der Maßstab sein sollte, geriet die Abstimmung leider zu einer Wahlkampfveranstaltung. Die Fraktion der CDU stimmte geschlossen für - die Fraktionen der SPD und der LINKEN geschlossen gegen Frau Neubert.

Der Verein Freiheit e.V. gratuliert der alten und neuen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen zur Wiederwahl sehr herzlich. Wir wünschen Hildigund Neubert Gesundheit, Schaffenskraft und den nötigen Biß, wenn DDR-Unrecht schöngeredet und verharmlost werden soll.

Der Verein unterstützt die Arbeit der Landesbeauftragten mit allen Kräften!

Der Vorstand

 

21.08.2008

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Jahresbericht des Vereins für das Jahr 2007

Hier kann der Jahresbericht für das Jahr 2007 heruntergeladen werden.

Jahresbericht

 

21.08.2008

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Buchlesung mit dem Ministerpräsidenten a. D. Dr. Bernhard Vogel am 17. Juni 2008, 20 Uhr in der Buchhandlung Peterknecht in Erfurt

Eingeladen hatte der Landtagsabgeordnete und Ortsverbandsvorsitzende der CDU „Am Petersberg“ Michael Panse anlässlich des Gedenkens des Aufstandes vom 17. Juni 1953 und dem 100 jährigem Bestehen des Gutenberggymnasiums zu einer Buchlesung mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Thüringens Dr. Bernhard Vogel in die Buchhandlung Peterknecht in Erfurt.

Dr. Bernhard Vogel las vor zahlreichen Besuchern aus „Deutschland aus der Vogelperspektive“ und dem „Thüringer Kaleidoskop“ und spannte den inhaltlichen Bogen von Gutenberg weiter bis zur freiheitlichen Wiedervereinigung Deutschlands. Kleine Episoden aus seiner Erfurter Zeit gab er gerne zum Besten.

In dem anschließenden Gespräch stellte sich Dr. Bernard Vogel aber auch den Fragen der aktuellen Tagespolitik.

Zum Abschluss des kurzweiligen und amüsanten Abends bedankte sich Joachim Heise vom Freiheit e.V. nicht nur bei Dr. Vogel, sondern auch bei Michael Panse und der Buchhandlung Peterknecht für die Spenden aus dem Eintrittskartenverkauf.

Hier gibt es Fotos vom Ereignis

 

25.06.2008

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Der Verein hat eine neue Postadresse:

Freiheit e.V. Förderverein Gedenkstätte Andreasstraße

Postfach 80 07 16

99033 Erfurt. 

 

17.04.2008

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GEDENKSTÄTTE JETZT!!!

Ruinen schaffen ohne Waffen?

Die ehemalige Stasi-U-Haft in der Andreasstraße ist vom Verfall bedroht und die Zuständigen in Stadt und Land streiten seit Monaten ums Geld. Es gibt noch immer keine Zusagen, wann mit der Sanierung begonnen werden kann. Den politischen Willenserklärungen müssen endlich Taten folgen, sonst geht das Gebäude verloren.

Bitte unterstützen Sie unsere Forderung mit Ihrer Unterschrift!

Unterschriftenliste zum Download

 

04.03.2008

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Liebe „Zeitzeugen“,

der mdr erarbeitet momentan sehr kurzfristig eine ca. 30-minütige Dokumentation über politische Stasi-Haft (u.a. mit den Fragen, inwieweit hier eine Fortsetzung von Zersetzungsmaßnahmen erfolgte und in welchen Formen von Bedrohung und Bedrohlichkeit die Rede sein  muss).

Das gibt uns auch die Möglichkeit, indirekt den historischen Ort Andreasstraße überregional bekannt zu machen.

Redakteurin ist Frau Renner. Der Beitrag soll bereits am 10. April gesendet werden.

Sie bittet um die Mitwirkung von Zeitzeugen und würde dafür auch nach Erfurt oder anderswohin kommen, um Gesprächspassagen aufzunehmen.

Da ich natürlich keine Daten von Zeitzeugen herausgebe, sondern nur umgekehrt die Kontaktmöglichkeiten zur Redaktion, möchte ich Sie darum bitten, sich zu überlegen, inwieweit Sie dort mitwirken können und wollen. Sie können Frau Renner erst mal nur telefonisch kontaktieren und sich selbst ein Bild machen über das Projekt.

Frau Renner ist telefonisch zu erreichen über 0351/5635175 oder 0162/9465862.

Mit herzlichen Grüßen

Andrea Herz

 

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Ruinen schaffen ohne Waffen? GEDENKSTÄTTE JETZT!

Tag der offenen Tür am 16.02.2008 in der Andreasstraße von 13 bis 17 Uhr, organisiert vom Verein „Freiheit e.V.“ Förderverein Gedenkstätte Andreasstraße

Anwesend waren als Vereinsmitglieder: Hildigund Neubert, Joachim Heise, Matthias Tordinic, Sylvia Götzl, Dieter Klipphahn, Gerhard Schossig, Maik Schnell, Matthias Büchner, Peter Völker und Marina Böttcher.

Frau Neubert und Herr Heise realisierten mehrere Führungen für die BesucherInnen.

Von den Zeitzeugen und Zeitzeuginnen unterstützten uns Margot Friedrich, Uwe Heine und Uwe Kulisch vom Thüringer Archiv für Zeitgeschichte Jena. Ebenfalls vor Ort war der künstlerische Leiter des Projektes „EINSCHLUSS“ Manfred May. Er übergab eine Mappe und eine CD mit Fotos der Kunstinstallationen von EINSCHLUSS III an Frau Neubert.

Eine vorbereitete Unterschriftenliste „Gedenkstätte jetzt“ und ein Fragebogen zur Gestaltung der künftigen Gedenkstätte wurden ausgelegt, desgleichen Faltblätter und Mitgliedsanträge des Vereins. Die Forderung „Gedenkstätte jetzt“ wurde von 65 Anwesenden durch deren Unterschrift bekräftigt. Herr Heise und Herr Tordinic nahmen Listen mit, um in ihren Wohnorten weitere Unterschriften einzuwerben.

Eine Mitarbeiterin des Deutschlandfunks interviewte die Landesbeauftragte zur Problematik der künftigen Gedenkstätte.

Frau Böttcher hatte ein 2 x 2 Meter großes Transparent beschriftet:

„STASI-KNAST VERFÄLLT - GEDENKSTÄTTE JETZT -  www.andreasstrasse-erfurt.de.

Das Transparent wurde um 14 Uhr präsentiert und danach an der Außenseite des Fensters der ehemaligen Gefängniskapelle befestigt. Vereinsmitglieder, Zeitzeugen und Besucher begaben sich daraufhin in die äußere Andreasstraße, von wo aus man das Transparent gut sehen konnte/kann und machten auf die prekäre Situation des ehemaligen Haftgebäudes aufmerksam.

Trotz der kühlen Außentemperaturen erschienen bis 17 Uhr noch zahlreiche BesucherInnen, insgesamt wurden 101 Interessierte registriert. An Spenden konnten 25 Euro vereinnahmt werden, eine CD mit den Zeitzeugeninterviews von „EINSCHLUSS III“ wurde verkauft. Der neu erschienene Quellenband zur Geschichte Thüringens von Dr. Andrea Herz „Nicht – im Namen des Volkes. Politisches Strafrecht in der DDR 1949-1961“ lag aus und fand ebenfalls großes Interesse.

Hier gibt es Fotos vom Ereignis

 

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Ruinen schaffen ohne Waffen?  

Das Gefängnis in der Andreasstraße ist vom Verfall bedroht und die Zuständigen in Stadt und Land streiten seit Monaten ums Geld. Es gibt noch immer keine Zusagen, wann mit der Sanierung begonnen werden kann. Den politischen Willenserklärungen müssen endlich Taten folgen, sonst geht das Gebäude verloren.  

Der Verein Freiheit e.V. lädt ein, am Samstag, 16.02.2008, dagegen zu protestieren. Zu 14 Uhr sind die Medienvertreter eingeladen. Es wäre gut, wenn Viele da sind.

Am Sonnabend, den 16.02.2008, findet in der ehemaligen Stasi-U-Haftanstalt in der Erfurter Andreasstraße (Eingang Bechtheimer Straße ) in der Zeit von 13 bis 17 Uhr der *Tag der offenen Tür* des Monats Februar statt. Für Interessierte werden Führungen mit Zeitzeugen durch das Zellenhaus angeboten, es sind aber auch individuelle Besichtigungen möglich. Mitglieder des Vereins *Freiheit e.V.* informieren über ihre Ziele und Aktivitäten. Aufnahme-Anträge für die Mitgliedschaft im Verein werden gern entgegengenommen. Der Eintritt ist frei; über eine Spende würden wir uns sehr freuen! Mit dem *Tag der offenen Tür* am 16.02.2008 möchten wir daran erinnern, dass sich der Beschluss der SED-Führung zur Kriminalisierung und "strafrechtlichen" Verfolgung von Ausreisewilligen zum 31sten  mal jährt. In der Folge wurden tausende DDR-Bürger rechtsstaatswidrig in den Stasi-U-Haftanstalten der DDR entrechtet, misshandelt, erpresst und schließlich von der Stasi hörigen Strafkammern verurteilt. Wir wollen dem Vergessen entgegenwirken und fordern den Aufbau einer Gedenkstätte - jetzt!!!

Wir danken für Ihre Bemühungen und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Joachim Heise, Vereins-Vorsitzender

 

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Pressemitteilung des Vereins "Freiheit e. V." zum 19.01.2008

Der Verein „Freiheit e.V., Förderverein Gedenkstätte Andreasstraße“ lädt zum ersten Mal in diesem Jahr zum Tag der offenen Tür in die ehemalige Erfurter Stasi-U-Haft ein.

Am kommenden Samstag, den 19.01.2008, wird das ehemalige Haftgebäude von 13 bis 17 Uhr für Besichtigungen zugänglich sein. Vereinsmitglieder und Zeitzeugen werden für Führungen und Gespräche vor Ort für die Besucher da sein. Der Zugang ist von der Bechtheimer Straße aus möglich. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die zukünftige Gedenkstätte wird gebeten.

Kontakt zum Verein: Joachim Heise 0177/5972723.

 

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Neue „Geschäftsstelle“ des Vereins – direkt im Gelände der Haftanstalt

Der Initiative der Vereinsmitglieder Sylvia Götzl und Dieter Klipphahn ist zu verdanken, dass ein zuvor ziemlich verrotteter Nebenraum im Eingangsanbau für Treffen und Vorstandssitzungen nutzbar gemacht wurde. So gibt es jetzt einen schönen Begegnungsort mit Sitzgruppe, Licht und Heizung, in dem sich jederzeit bis zu 10 Personen treffen können.

 

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Einschluss III- Kunstausstellung an 15. September 2007 geschlossen

Über 8.500 Besucher kamen in den Sommermonaten 2007 in das Objekt der ehemaligen Stasi-Haft Andreasstraße. Die Besucher erwartete eine Kunstausstellung im Erdgeschoss mit Werken von Michael Anhalt (Rotterdam), Marianne Leupi (Schweiz), Manfred May (Benshausen/Thür), Vaxhid Xhelili (Kosovo). Im 1. Stock waren einige Ausstellungsräume und mehrere biografische Hör-Projekte zu besichtigen und anzuhören, während im 2. Stock der noch authentisch vorhandene Männer-Zellentrakt der Stasi-Haft für sich sprach. Viele Besucher verbrachten mehr als eine Stunde Zeit im Objekt, besuchten auch die Abendvorträge oder nahmen an einem informativen Rundgangsangebot teil.
Der Verein sammelte mehr als 5.000 Euro an Spenden, die alle in die Arbeit zum Nutzen der Gedenkstätte einfließen sollen.
Auf der Abschlussveranstaltung sprach auch der Vereinsvorsitzende Joachim Heise. Er sagte u.a.: „Von heute an wird der Verein das Gefängnisgebäude in der Andreasstraße als seinen Vereinssitz betrachten.“ Der komplette Wortlaut ist auf der folgenden Seite erwähnt.
Frau Neubert hielt die Hauptrede auf der Abschlussveranstaltung – ihre wichtigsten Aussagen in Kurzfassung finden Sie ebenfalls beigefügt.

Pressemitteilung der Landesbeauftragten zu „Einschluss 3“
Mit einer stabilen Besucherbilanz von über 9.000 Besuchern im Sommer 2007 hat die Kunstausstellung in der vorläufigen Gedenkstätte Andreasstraße Erfurt gestern geendet.
Unter den Besuchern waren über 1.100 Schülerinnen und Schüler von Gymnasien, Regel- und Berufsschulen, die sich in Führungen und Zeitzeugengesprächen über den Haftalltag im Staatssicherheitsgefängnis und politische Strafverfahren in der DDR informierten. In elf Begleitveranstaltungen wurden Vorträge, Filme und Literatur zu Themen der DDR-Geschichte angeboten. Über 3.000 € an Spenden für die Gedenkstätte zeigten, dass die Besucher von der Ausstellung berührt waren und sie das Thema unterstützen wollen.

„In diesem Jahr ist uns das Vorläufige und Provisorische der Situation hier besonders bewusst geworden. Das dauerhaft kühle und unsichere Wetter hat die Veranstaltungsreihe im Hof behindert und die Arbeitsbedingungen für die Aufsichtskräfte zu einer Prüfung werden lassen“, sagte die Landesbeauftragte in ihrer Dankesrede. „Die Politiker müssen begreifen: Die Vergangenheit nicht aufzuarbeiten kommt uns letztlich sehr viel teurer zu stehen.“ Schon jetzt bedrängten die gewaltbereiten Extremisten von rechts und links die demokratischen Parteien, die Polizeieinsätze bei NPD-Demos und den Gegendemonstrationen kosten Millionen. Die Wiedereingliederungsprogramme für Neonazis versuchten die mentalen Schäden, die ein falsches Geschichtsbild und populistische Parolen angerichtet haben, zu heilen. „Dabei kann der realistische Blick in die jüngste Vergangenheit am einfachsten verdeutlichen, wohin die einfach verständlichen Versprechen der Populisten führen.“
„Kulturstaatsminister Bernd Neumann fordert für die Aufarbeitung, sie solle ‚den antitotalitären Grundkonsens und das Bewusstsein für den Wert der freiheitlichen Demokratie’ stärken. Das politische System der Demokratie kann Demokraten nicht aus sich selbst hervorbringen. Dazu braucht es eine Orientierung auf die Allgemeinen Menschrechte, die Würde und Freiheit des Einzelnen, die Orientierung in der Geschichte, um die Mitglieder unseres Gemeinwesens zur verantwortlichen Mitwirkung zu ermuntern und zu befähigen. Die Gedenkstätte in der Andreasstraße kann so ein Orientierungspunkt in der Geschichte sein. Die Stadt Erfurt und das Land Thüringen können im Zentrum ihrer Stadt und Hauptstadt dieses Thema nicht unbesetzt lassen“, sagte Neubert.

Nachdem Investoren für das Gelände bereit stehen, muss geklärt werden, wie der Betrieb einer Gedenkstätte in der Andreasstraße finanziert werden soll. Neubert sieht hier die Landesregierung, die Stadt Erfurt und auch die Landkreise des ehemaligen Bezirkes Erfurt in der Pflicht.
Neubert erwartet, dass die ordentliche Gedenkstätte im Jahr 2009, 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution, eröffnet werden kann.
In den kommenden Monaten können Schulklassen und andere Gruppen auf Anfrage Führungen durch das Gefängnis (auch mit Zeitzeugengespräch) über LStU, Tel. 0361 377 1951 oder tlstu@t-online.de bestellen. Der Verein Freiheit e.V. bietet am 22. und 29. September sowie am 3. Oktober Öffnungszeiten von 13 bis 18 Uhr an.

 

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Grußwort des Vereins Freiheit e.V. zum Abschluss von Einschluss III – Joachim Heise:

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde,
im Namen des Vereins Freiheit e.V. möchte ich Sie zur Abschlussveranstaltung des Projektes Einschluss III ganz herzlich begrüßen. Auf Grund unseres jungen Vereinslebens haben wir das Projekt nur mit Führungen und Zeitzeugengesprächen begleitet.
Der Verein Freiheit e.V. dankt Freies Radio e.V., der Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen, der Gesellschaft für Zeitgeschichte, der Thüringer Landes-Regierung und der Stadt Erfurt für das Projekt EINSCHLUSS III in diesem Jahr.
Der Verein, der sich als Förderverein für die Gedenkstätte Andreasstraße im März konstituiert hat, nimmt das Versprechen des Ministerpräsidenten, die Errichtung einer ordentlichen Gedenkstätte im Haus jetzt zu ermöglichen, beim Wort und erwartet, dass die dafür notwendigen Entscheidungen zügig getroffen werden.
Wir, die wir heute an dieser Veranstaltung teilnehmen, über eine Gedenkstätte sprechen, freiwillig den ehemaligen Ort der Willkür und Menschenverachtung durch die Stasi betreten und nachher das Tor selbst verschließen, würden das alles nicht erleben, wenn es nicht in der Vorwendezeit und während der Wende Menschen mit Zivilcourage gegeben hätte. Diesen Menschen müssen wir mit der Gedenkstätte einen würdigen und authentischen Ort für Gedenken, Mahnung und Aufarbeitung schaffen.
Der Verein hat seine Bereitschaft erklärt, die Trägerschaft der Gedenkstätte zu übernehmen. Er möchte dafür sorgen, dass

  • die originalen MfS-Zellen erhalten bleiben
  • eine Dauerausstellung über Schicksale an diesem Ort (soweit möglich in beiden Diktaturen), die politische Justiz der DDR und die Geschichte des Hauses informiert
  • Wechselausstellungen die Diktaturgeschichte insgesamt beleuchten
  • Schüler und andere Gruppen hier Projekt und Seminararbeit zu allen Themen der Diktaturaufarbeitung durchführen können.

Die Stadt Erfurt und die Landesregierung haben die Notwendigkeit einer dauerhaften Gedenkstätte hier mehrfach betont. Nun müssen sie erklären, wie diese Arbeit dauerhaft finanziert werden soll. Der Verein hat in diesem Sommer von den Besuchern des EINSCHLUSS-III-Projektes dafür bereits über 3000,- € an Spenden erhalten.
Da ein Gedenkstättenkonzept in den Grundzügen vorliegt und der politische Wille besteht, sollte es möglich sein, die Gedenkstätte im Jahr 2009, 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution, zu eröffnen.
Wir fürchten, dass hier verschleppt wird, dass durch immer neue Vorschläge eine zügige Lösung verhindert wird.
Von heute an wird der Verein das Gefängnisgebäude in der Andreasstraße als seinen Vereinssitz betrachten. Er wird regelmäßig - mindestens monatlich - Öffnungstage organisieren, an denen Vereinsmitglieder Führungen anbieten.
Er wird darüber hinaus das Gebäude beobachten, Schäden dem Eigentümer melden und dafür Sorge tragen, dass er die zur Zustandserhaltung notwendigen Reparaturen vornimmt.
Wenn an unsere eigene Diktaturgeschichte nicht intensiv erinnert wird, setzen wir uns der Gefahr der Wiederholung aus. Die Populisten von links und rechts bieten unserer Jugend schon wieder die billigen Lösungen auf Kosten von Freiheit und Recht an, dagegen hilft nur Aufklärung über die Gefährdung durch Diktatur. Wir haben erlebt, was Unfreiheit bedeutet und freuen uns deshalb dessen, was unser Vereinsname sagt: Der Freiheit!! Sie macht es uns möglich, zu atmen und zu leben, vergangene Schrecken in die Verantwortung für unsere Mitmenschen und Nachkommen zu übersetzen.
Deshalb werden wir über dieses Haus wachen, dass es nicht wie in Gera durch Gleichgültigkeit und wirtschaftliche Interessen verloren geht oder verunstaltet wird. Wir werden mit allen Mitteln, die wir in der Demokratie genießen, uns dafür einsetzen, dass die schon segensreich begonnene Arbeit auf besserer und soliderer Grundlage fortgesetzt werden kann. Wir werden den Stadtrat, den Landtag und die Landesregierung nicht aus der Verantwortung entlassen.
Und wir rufen die Landkreise des ehemaligen Bezirkes Erfurt auf, diesen Ort auch als den Ihren zu betrachten, in dem auch Bürger ihres Kreises inhaftiert und gequält wurden. Hier haben über 5000 Menschen psychische und physische Folter erlitten, wurden in monatelangen Ermittlungsverfahren entrechtet und schließlich zu Unrecht verurteilt, für Einige lag die Andreasstraße auf dem Weg zum Tod.
Sie haben ein Recht auf Erinnerung und Gedenken!!


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

 

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